Die besten Sehenswürdigkeiten & Fotospots Colfax, McLean, Illinois
- Foto von: Omnedon
- Wikipedia: Map highlighting Martin Township, McLean County, Illinois
- Lizenz: Public domain
Über Colfax in Illinois: Die besten Spots, Lichtzeiten & Insider-Tipps
Inhaltsverzeichnis
Colfax Sehenswürdigkeiten – Ein Streifzug durch Martin Township, McLean County
Was Colfax Sehenswürdigkeiten so besonders macht, ist die eigenwillige Mischung aus historischer Stille und dem leisen Dröhnen der Eisenbahn, die seit den 1850er‑Jahren durch das Herz von Martin Township schnurrt. Ich habe mich immer gefragt, warum ein Ort, benannt nach dem Vizepräsidenten Schuyler Colfax, kaum je in Reiseführer‑Listen auftaucht – bis ich selbst die staubigen Straßen entlang der alten Main‑St. befahren habe und das Gefühl bekam, ein Stück vergessene Americana zu entdecken.
Die Stadt entstand dank der Chicago, Peoria & St. Louis Railway, und das spürt man noch heute, wenn man mit dem Auto über die I‑74 oder den US‑150 einbiegt und plötzlich von weiten Maisfeldern umgeben ist, die das Panorama fast zu überladen scheinen. Die wenigen, aber charmanten Geschäfte im Zentrum – ein Café, das mehr Kaffee serviert als das örtliche Rathaus, und ein Antiquitätenladen, der mehr Geschichten erzählt als die Stadtbibliothek – sind für mich die wahren Highlights.
Wenn Sie mit dem Zug anreisen, steigen Sie am kleinen Bahnhof aus, der kaum mehr als ein Wartehäuschen ist, und laufen dann ein paar Minuten zum Stadtplatz, wo das alte Rathaus noch immer das offizielle „Willkommen“ ausruft. Und ja, ich verstehe den Hype um große Metropolen nicht, aber hier, im Schatten von Bloomington‑Normal, bietet Colfax Sehenswürdigkeiten eine ehrliche, fast schon rustikale Kulisse, die man nicht jeden Tag findet.
- Township: Martin Township
- County: McLean
- State: Illinois
- Country: United States
Colfax Illinois Landkarte mit Sehenswürdigkeiten
Fotoguide: Karten Tool für das optimale Foto
Mit dem Karten-Tool kannst du bereits online den idealen Standort für ein Foto planen – abgestimmt auf den Sonnenverlauf und die Umgebung.
So funktioniert es:
- 1. POI-Marker anklicken – die Karte zoomt automatisch so nah wie möglich an den ausgewählten Ort heran.
- 2. Standpunkt festlegen – markiere durch einen Klick auf die Karte deinen eigenen Standort.
- 3. Sonnenverlauf nutzen – eine Linie zeigt dir die aktuelle Richtung des Sonnenverlaufs.
- 4. Position anpassen – verschiebe deinen Standpunkt so, dass die Sonnenlinie einen POI-Marker oder Sehenswürdigkeit durchkreuzt.
- 5. Umgebung prüfen – durch den starken Zoom erkennst du bereits die nähere Umgebung.
- 6. Fotospot optimieren – passe deine Position erneut an und erhalte einen realistischen ersten Eindruck des perfekten Fotostandorts.
Vorteil:
Du kannst Licht, Perspektive und Standort schon vor Ortbesuchen einschätzen – ideal für Fotografie, Sonnenauf- und -untergänge.
Nutzung der Azimut-Werte
Um den exakten Punkt zu finden, an dem die Sonne hinter der Skyline verschwindet, nutze die Azimut-Anzeige auf poi-travel.de. In Colfax wandert die Sonne im Sommer weiter nordwestlich unter den Horizont, während sie im Winter einen südwestlicheren Winkel einnimmt. Mit der eingebetteten Linie auf der Karte kannst du deine Stativposition metergenau bestimmen.
Der erste Ort, den ich mir nicht entgehen lassen konnte, war das Miller Park Zoo in Bloomington – ein kleines, aber überraschend charmantes Stück Wildnis, das man fast übersehen würde, wenn man nicht zufällig an der 9‑Stunden‑Strecke von Colfax vorbei fährt. Ich habe dort einen Tag verbracht, weil ich dachte, ein Zoo sei ein Zoo, aber die Mischung aus heimischen Arten und ein paar exotischen Vögeln hat mich doch ein bisschen begeistert. Parken ist meistens ein Klacks, solange man nicht am Samstagabend kommt, dann verwandelt sich das Parkplatzgelände in ein Schlachtfeld aus Familien mit Kinderwagen und überfüllten Vans.
Ein kurzer Abstecher nach Normal führt direkt zur David Davis Mansion, einem prächtigen Anwesen aus der Reconstruction‑Ära, das heute als Museum dient. Ich muss zugeben, ich verstehe den Hype um alte Herrenhäuser nicht ganz – die Möbel sind schön, aber das ganze „Wir‑sind‑hier‑die‑großen‑Geschichtenerzähler“-Feeling kann manchmal ein bisschen übertrieben wirken. Trotzdem, wenn man die original erhaltenen Tapeten und die Aussicht über das Tal vom Balkon aus sieht, fühlt man sich fast wie ein Politiker aus der 1800er‑Jahre, der gerade einen wichtigen Deal abschließt. Der Weg zum Haus ist gut ausgeschildert, und das Parken direkt vor dem Haupteingang ist kostenlos, was für mich ein kleiner Sieg war.
Nur ein paar Blocks weiter liegt das McLean County Museum of History, das mehr als nur staubige Artefakte bietet. Ich habe dort eine Sonderausstellung über die Eisenbahngeschichte der Region entdeckt, die mich daran erinnerte, warum ich überhaupt in den Mittleren Westen gezogen bin – die endlosen Schienen, die das Land durchziehen, und die Geschichten von Menschen, die ihr Leben um sie herum gebaut haben. Das Museum hat ein kleines Café, das überraschend guten Kaffee serviert, und das Parken ist dank einer breiten Straße fast immer problemlos.
Für alle, die lieber die Beine in Bewegung setzen, ist der Constitution Trail ein echter Geheimtipp. Dieser 45‑km‑lange Rad- und Wanderweg schlängelt sich durch Felder, kleine Dörfer und entlang des Illinois River. Ich habe den Trail an einem windigen Herbstnachmittag ausprobiert; die Strecke ist gut gepflegt, und die Schilder sind klar genug, dass man nicht ständig nach dem Handy greifen muss. Es gibt mehrere kostenlose Parkplätze an den Einstiegspunkten, aber an den beliebten Abschnitten wie dem „Prairie View“ kann es am Wochenende etwas voller werden.
Ein weiteres Highlight, das ich nicht missen wollte, war das Illinois Railway Museum in Union. Das Museum ist das größte Eisenbahnmuseum der Welt und beherbergt eine beeindruckende Sammlung von Dampflokomotiven, historischen Waggons und sogar ein paar restaurierte Intercity‑Züge. Ich habe dort ein wenig Zeit damit verbracht, die alten Lokomotiven zu bewundern und mich zu fragen, warum niemand mehr so romantisch mit dem Zug reist. Das Parken ist direkt am Museumshauptgebäude möglich, und das Personal ist überraschend freundlich – sie lassen einen sogar ein Foto von sich mit einer alten Lokomotive machen, wenn man nett fragt.
Ein wenig weiter, aber definitiv einen Tagesausflug wert, ist das Kickapoo State Recreation Area im benachbarten LaSalle County. Der See ist ideal zum Angeln, und die Wanderwege durch die Buchenwälder bieten eine willkommene Abwechslung zum flachen Mittleren Westen. Ich habe dort ein Picknick gemacht, während ein paar Jugendliche lautstark Badminton spielten – ein Bild, das die Mischung aus Ruhe und lebendigem Alltag perfekt einfängt. Das Parken ist am Haupteingang kostenlos, aber an den Wochenenden kann es voll werden, also besser früh dort sein.
Zu guter Letzt darf das Bloomington Center for the Arts nicht fehlen, ein modernes Kulturzentrum, das regelmäßig Ausstellungen, Konzerte und Theateraufführungen bietet. Ich war dort zufällig, weil ich einen Flyer für eine lokale Jazz-Session gesehen hatte, und wurde sofort von der Atmosphäre gefesselt – das offene Design, die hohen Decken und die freundlichen Besucher, die scheinbar alle ein bisschen mehr Kultur in ihrem Leben suchen. Das Zentrum hat ein kleines Café, das preiswerten Espresso serviert, und das Parken ist in der Regel problemlos, solange man nicht direkt nach einer großen Veranstaltung kommt.
Fazit
Wenn man die Umgebung von Colfax erkundet, entdeckt man schnell, dass die Region mehr zu bieten hat als nur endlose Maisfelder. Von Zoos über historische Herrenhäuser bis hin zu ausgedehnten Trails und Eisenbahnmuseen – die Vielfalt ist beeindruckend, und das alles nur einen Katzensprung von den Colfax Sehenswürdigkeiten entfernt. Wer also das nächste Mal in der Gegend ist, sollte die genannten Orte unbedingt in die Reiseroute aufnehmen – selbst wenn man dabei ein bisschen zynisch bleibt, weil das echte Herz von Illinois dort schlägt.
Egal ob Abenteurer, Genießer oder Kulturliebhaber – in Colfax findet jeder ein kleines Stückchen Midwestern‑Charme, das man kaum in den Reiseführern großer Städte findet. Ich muss zugeben, mein erster Halt war das alte Eisenbahndepot, das heute das Colfax Historical Museum beherbergt. Dort stapeln sich alte Lokomotiven‑Modelle, vergilbte Fahrpläne und ein paar staubige Kisten voller Fotos, die zeigen, wie die Stadt einst ein pulsierender Knotenpunkt war. Ich habe mich fast wie ein Zeitreisender gefühlt, bis mir klar wurde, dass das Parken dort am Samstagmorgen ein kleines Abenteuer für sich ist – ein paar freie Plätze finden Sie nur, wenn Sie früh genug kommen.
Ein kurzer Spaziergang weiter führt zum Colfax Public Library, einer Carnegie‑Bibliothek aus dem Jahr 1915, die immer noch ihren originalen Lesesaal bewahrt hat. Ich habe dort ein Buch über die Geschichte von Martin Township ausgeliehen und dabei die knarrenden Holzböden genossen – ein echtes Nostalgie‑Erlebnis, das man nicht jedes Wochenende in einer Megastadt findet. Die Bibliothek ist zwar klein, aber die freundliche Bibliothekarin, die mir ein Lächeln schenkte, während sie mir den Weg zum Lesesaal wies, machte den Besuch zu einem kleinen Highlight.
Wenn man dann genug von staubigen Archiven hat, lohnt sich ein Abstecher zum St. Mary’s Catholic Church. Das neugotische Kirchenschiff aus den 1880er‑Jahren steht stolz am Rande des Dorfes und ist ein Paradebeispiel für die religiöse Architektur, die das ländliche Illinois prägte. Ich habe dort eine kleine Andacht mitgekriegt – kein Witz, das war überraschend beruhigend, und die Orgel klang, als hätte sie gerade erst ein neues Rohr bekommen. Ein kurzer Hinweis: Die Kirche ist jederzeit offen, aber wenn Sie das Innere besichtigen wollen, ist es höflich, leise zu sein.
Ein bisschen weiter nördlich liegt der Colfax Community Park, ein Ort, den ich gerne als das „Herz“ der Stadt bezeichne. Hier gibt es einen Spielplatz, ein paar Baseball‑Diamonds und einen kleinen See, an dem Enten schnattern – ja, das ist genau das, was Sie erwarten, wenn Sie nach einem kleinen, aber feinen Park in Illinois suchen. Ich habe dort ein Picknick mit Freunden gemacht, und während wir uns über das Wetter beschwerten, kam ein älterer Herr vorbei und erzählte uns von den jährlichen Sommerfesten, die hier seit Jahrzehnten stattfinden. Parken ist hier fast immer ein Kinderspiel, außer wenn das jährliche „Colfax Summer Fest“ läuft – dann wird das Feld schnell zu einem Parkplatz für Wohnmobile.
Ein weiteres Muss, das oft übersehen wird, ist das Colfax Water Tower. Dieser rostige Koloss ragt über die Felder und ist ein beliebtes Fotomotiv für Instagram‑User, die nach einem „authentischen“ Midwestern‑Shot suchen. Ich habe dort ein Selfie gemacht, während ein Traktor im Hintergrund vorbeifuhr – das Bild hat jetzt einen Ehrenplatz in meinem digitalen Album. Der Turm ist zwar nicht besichtigbar, aber ein kurzer Spaziergang um das Gelände herum bietet einen guten Überblick über die umgebende Landschaft.
Für die, die das ländliche Erbe wirklich schmecken wollen, gibt es das Colfax Grain Elevator am Rande der Stadt. Das massive Holzgebäude ist ein Symbol für die landwirtschaftliche Wirtschaft, die hier seit Generationen das Rückgrat bildet. Ich stand dort einmal im Sommer, während ein Lastwagen voller Mais einfuhr, und hörte das rhythmische Klirren der Metallbänder – ein Klang, den man sonst nur auf Farm‑Messen hört. Das Gelände ist öffentlich zugänglich, aber bitte halten Sie Abstand zu den aktiven Bereichen; die Betreiber sind nicht gerade begeistert von neugierigen Touristen, die Fotos machen wollen.
Und weil ich nicht einfach nur Sehenswürdigkeiten aufzählen wollte, habe ich noch einen Abstecher zum Martin Township Hall gemacht. Das Gebäude ist unscheinbar, aber innen finden Sie ein kleines Archiv mit Dokumenten zur Gründung der Gemeinde. Ich habe dort ein altes Grundbuch gefunden, das die ursprünglichen Grundstücksgrenzen zeigt – ein echter Schatz für Geschichtsinteressierte. Das Parken ist hier ein Klacks, und das Personal ist immer bereit, ein paar Anekdoten zu teilen, wenn man höflich fragt.
Wenn Sie nun durch die Straßen von Colfax schlendern, werden Sie merken, dass die Colfax Sehenswürdigkeiten nicht in glänzenden Glasfassaden oder lauten Werbetafeln bestehen, sondern in den kleinen, gut erhaltenen Stücken einer vergangenen Ära, die noch immer das tägliche Leben prägen. Ich habe meine Zeit hier genossen, weil ich das Gefühl hatte, dass jeder Ort eine Geschichte hat, die nur darauf wartet, von einem neugierigen Besucher entdeckt zu werden – und das ist genau das, was ich an diesem unscheinbaren Fleckchen Illinois so schätze.
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