Die besten Sehenswürdigkeiten & Fotospots Anchor, McLean, Illinois
- Foto von: Omnedon
- Wikipedia: Map highlighting Cropsey Township, McLean County, Illinois
- Lizenz: Public domain
Über Anchor in Illinois: Die besten Spots, Lichtzeiten & Insider-Tipps
Inhaltsverzeichnis
Anchor Sehenswürdigkeiten – Ein Streifzug durch Anchor Township, McLean County
Was Anchor Sehenswürdigkeiten so besonders macht, ist die stille Entschlossenheit einer Kleinstadt, die sich seit den 1860er‑Jahren kaum von ihrer Grundidee abbringen lässt. Ich erinnere mich, wie ich das erste Mal mit dem Zug nach Anchor fuhr – ein knisternder, alter Diesel, der aus Bloomington kam und mitten im flachen Illinois hielt, wo das Land fast bis zum Horizont reicht. Die Stadt wurde 1869 um die gleichnamige Eisenbahnstation herum gebaut, und das Wort „Anchor“ stammt übrigens von einem frühen Schiffsanker‑Symbol, das die Gründer als Zeichen für Beständigkeit wählten.
Heute schlendere ich gern durch die wenigen, aber charmanten Straßenzüge des Anchor Township, wo jedes Haus ein Stück Geschichte trägt – von den originalen Backsteinhäusern bis zu den modernen Bungalows, die sich leise in die Landschaft einfügen. Die Menschen hier sind stolz, aber nicht übertrieben laut; ein kurzer Plausch im örtlichen Diner reicht, um zu spüren, dass das Leben hier langsamer pulsiert, als man es aus den größeren Städten kennt.
Wenn Sie mit dem Auto aus Bloomington kommen, folgen Sie einfach der Interstate 55 Richtung Norden und nehmen die Ausfahrt 210 – ein kurzer Schlenker auf die County‑Road 15 bringt Sie direkt ins Herz von Anchor. Für die, die lieber mit dem Zug reisen, hält der tägliche Amtrak‑Service in der nahegelegenen Station von Normal, von dort ein kurzer Taxi‑Trip, und Sie sind mitten im Geschehen. Ich verstehe den Hype um Großstadtoasen nicht ganz, aber hier, zwischen Kornfeldern und dem leisen Summen der Windräder, finde ich meine persönliche Ruhe – und das ist für mich das wahre Highlight der Anchor Sehenswürdigkeiten.
- Township: Anchor Township
- County: McLean
- State: Illinois
- Country: United States
Anchor Illinois Landkarte mit Sehenswürdigkeiten
Fotoguide: Karten Tool für das optimale Foto
Mit dem Karten-Tool kannst du bereits online den idealen Standort für ein Foto planen – abgestimmt auf den Sonnenverlauf und die Umgebung.
So funktioniert es:
- 1. POI-Marker anklicken – die Karte zoomt automatisch so nah wie möglich an den ausgewählten Ort heran.
- 2. Standpunkt festlegen – markiere durch einen Klick auf die Karte deinen eigenen Standort.
- 3. Sonnenverlauf nutzen – eine Linie zeigt dir die aktuelle Richtung des Sonnenverlaufs.
- 4. Position anpassen – verschiebe deinen Standpunkt so, dass die Sonnenlinie einen POI-Marker oder Sehenswürdigkeit durchkreuzt.
- 5. Umgebung prüfen – durch den starken Zoom erkennst du bereits die nähere Umgebung.
- 6. Fotospot optimieren – passe deine Position erneut an und erhalte einen realistischen ersten Eindruck des perfekten Fotostandorts.
Vorteil:
Du kannst Licht, Perspektive und Standort schon vor Ortbesuchen einschätzen – ideal für Fotografie, Sonnenauf- und -untergänge.
Nutzung der Azimut-Werte
Um den exakten Punkt zu finden, an dem die Sonne hinter der Skyline verschwindet, nutze die Azimut-Anzeige auf poi-travel.de. In Anchor wandert die Sonne im Sommer weiter nordwestlich unter den Horizont, während sie im Winter einen südwestlicheren Winkel einnimmt. Mit der eingebetteten Linie auf der Karte kannst du deine Stativposition metergenau bestimmen.
Der erste Halt meiner kleinen Odyssee war das imposante David‑Davis‑Mansion in Bloomington, ein Haus, das aussieht, als hätte es ein viktorianischer Innenarchitekt nach einem besonders teuren Traum gebaut – und das ist es auch, zumindest was die Innenausstattung angeht. Ich habe dort ein wenig Zeit damit verbracht, die originalen Möbel zu bewundern, während ein älterer Herr im Anzug, der sich selbst als „Leiter der historischen Bewahrung“ vorstellte, mir erklärte, dass Abraham Lincoln hier einmal zu Besuch war. Das klingt jetzt fast zu schön, um wahr zu sein, aber das Haus ist tatsächlich ein National Historic Landmark, und das Parken ist am Hauptparkplatz direkt vor dem Haus fast immer ein Klacks, solange man nicht am Samstagmorgen mit den Schulklassen kommt.
Ein kurzer Sprung über die Straße führt zum Miller Park Zoo, wo ich mich fragte, warum ich als Erwachsener noch immer von einem Pinguin‑Becken fasziniert bin. Die Tiere sind nicht gerade die exotischsten der Welt, aber das Personal ist freundlich und erklärt geduldig, warum das Zebra‑Gehege gerade renoviert wird – ein Hinweis, dass man besser früh am Tag kommen sollte, wenn man die Tiere ohne Menschenmenge sehen will. Ich habe dort meine Mittagspause auf einer der Bänke verbracht, während ein kleiner Junge lautstark über die „schnellen“ Giraffen diskutierte – ein echter Moment, der das Ganze lebendig macht.
Weiter ging es zum McLean County Museum of History, das sich in einem alten Gerichtsgebäude versteckt. Ich muss zugeben, ich war skeptisch, ob ein Museum in einer Kleinstadt wirklich etwas zu bieten hat, aber die Ausstellung über die Eisenbahn‑Geschichte der Region hat mich völlig umgehauen. Besonders die alte Lokomotive, die man von innen besichtigen kann, war ein Highlight – und das Parken ist hier ein bisschen knifflig, weil das Museum mitten im historischen Viertel liegt. Ich habe mich dann kurzerhand auf den Bürgersteig gestellt und ein paar Passanten beobachtet, die genauso verwirrt aussahen wie ich.
Ein absolutes Muss für Technik‑Fans ist das Illinois Railway Museum in Union, etwa 20 Minuten nördlich von Anchor. Dort gibt es mehr als 400 Lokomotiven und Waggons, und ich habe mich fast einen halben Tag damit beschäftigt, die alten Dampflokomotiven zu bewundern, die immer noch laufen. Das Museum ist riesig, also sollte man bequeme Schuhe einpacken – ich habe meine alten Wanderschuhe ausgepackt und bin dann durch die Hallen gestapft, während ein freiwilliger Führer mir erklärte, warum die „Baldwin‑Motive“ so berühmt sind. Das Parken ist großzügig, aber an sonnigen Samstagen füllt sich das Feld schnell mit Familien, die ein Picknick planen.
Für die, die lieber in Bewegung bleiben, ist der Constitution Trail ein echter Geheimtipp. Der 45‑Kilometer‑lange Rad- und Wanderweg schlängelt sich durch die Felder und kleinen Dörfer rund um Bloomington‑Normal. Ich habe mir ein altes Fahrrad ausgeliehen und bin ein Stück des Trails entlanggefahren, vorbei an alten Scheunen und einem kleinen See, wo ein paar Enten lautstark ihr Revier verteidigten. Der Trail ist gut ausgeschildert, und das Parken an den Einstiegspunkten ist meist problemlos – abgesehen von den wenigen Wochenenden, wenn lokale Laufgruppen das Ganze übernehmen.
Ein wenig weiter südlich, fast an der Grenze zu LaSalle County, liegt das Kickapoo State Recreation Area. Ich habe dort ein paar Stunden verbracht, um ein bisschen zu angeln und die Natur zu genießen. Der See ist nicht riesig, aber das Wasser ist klar genug, um die Fische zu sehen, die sich träge im Schilf tummeln. Das Besucherzentrum ist klein, aber informativ, und das Parken ist am Hauptzugang frei, solange man nicht mit einer Gruppe von Schulklassen kommt, die das Gelände für ein Outdoor‑Projekt nutzen.
Zu guter Letzt darf man das jährliche Normal Corn Festival nicht vergessen, das jedes August in der Nachbarstadt Normal stattfindet. Ich war dort zufällig, weil ich einen Freund besuchen wollte, und habe mich sofort in die Mischung aus Mais‑eßenden Menschen, Live‑Musik und einem riesigen Riesen‑Maiskolben verliebt, der als Preis für das „größte Maiskorn“ ausgestellt war. Das Festivalgelände ist groß, das Parken ist in der Regel ausreichend, aber an den Haupttagen kann es zu leichten Staus kommen, wenn die Besucherzahlen in die Tausende gehen.
Fazit
Wenn man sich also fragt, was Anchor Sehenswürdigkeiten wirklich ausmacht, dann ist die Antwort: eine bunte Mischung aus historischer Architektur, tierischen Begegnungen, technischer Nostalgie und naturnaher Erholung – alles nur einen Katzensprung von diesem unscheinbaren Fleckchen im Herzen von McLean entfernt.
Egal ob Abenteurer, Genießer oder Kulturliebhaber – in Anchor findet jeder etwas, das ihn zumindest kurz vom Alltag ablenkt, und das ist für mich das eigentliche Highlight.
Ich fange immer mit der Anchor United Methodist Church an, weil sie das Herzstück des Dorfes ist. Das Backsteingebäude aus den 1880er Jahren steht stolz am Highway 9, und wenn du an einem sonnigen Nachmittag dort vorbeischlendest, hörst du das leise Klicken der alten Kirchenglocke, das fast schon wie ein akustisches Souvenir wirkt. Ich habe dort einmal an einem Gottesdienst teilgenommen – kein Witz, die Gemeinde war so klein, dass ich fast das Gefühl hatte, ich wäre der Ehrengast. Parken ist meistens einfach, außer am Sonntagmorgen, wenn die ganze Stadt zusammenkommt und die Straße in ein improvisiertes Parkplatzparadies verwandelt.
Ein kurzer Spaziergang weiter liegt das Anchor Grain Elevator, ein monumentaler Holz‑ und Stahlkoloss, der seit über einem Jahrhundert die Ernte der umliegenden Felder verschlingt. Ich verstehe den Hype um solche Silos nicht ganz, aber das knarrende Geräusch der Förderbänder und das endlose Panorama von Mais und Soja, das sich bis zum Horizont erstreckt, haben etwas Beruhigendes. Wenn du Glück hast, lässt dich der Betreiber kurz rein, und du kannst das Innenleben bestaunen – ein bisschen wie ein Besuch im Inneren eines riesigen Bienenstocks, nur dass die Bienen hier aus Getreide bestehen.
Für alle, die ein bisschen Geschichte schnuppern wollen, ist das Anchor Cemetery ein Muss. Zwischen verwitterten Grabsteinen aus dem 19. Jahrhundert und neueren Markierungen liegt ein stiller Zeuge der Dorfgemeinschaft. Ich habe dort einmal meine Großtante gefunden, die ich nie gekannt habe, und das hat mich dazu gebracht, über die Vergänglichkeit nachzudenken – kein Witz, das war ein echter Moment. Das Gelände ist frei zugänglich, und das Parken ist ein Kinderspiel, solange du nicht am Tag des jährlichen Gedenkfestes dort bist, dann wird das Feld schnell zum vollbesetzten Parkplatz.
Ein weiteres Highlight, das oft übersehen wird, ist das Anchor Township Hall. Das rote Backsteingebäude aus den 1920er Jahren beherbergt nicht nur die lokalen Verwaltungsangelegenheiten, sondern auch die berüchtigte „Kaffeekränzchen‑Runde“ der ältesten Bewohnerinnen des Ortes. Ich habe dort einmal einen Kuchen probiert, der angeblich nach einem alten Familienrezept stammt – ehrlich, er war besser als alles, was ich in den städtischen Cafés je gegessen habe. Das Gebäude liegt direkt am Hauptplatz, sodass du jederzeit einen kurzen Blick hineinwerfen kannst, ohne dich zu verlaufen.
Wenn du nach einem Ort suchst, an dem du dich kurz ausruhen kannst, ist das Anchor Community Center genau das Richtige. Das kleine, aber gemütliche Gebäude bietet einen Raum für lokale Veranstaltungen, von Bingo‑Abenden bis zu Handwerksmessen. Ich habe dort einmal an einem improvisierten Jazz‑Jam teilgenommen, bei dem die einzige professionelle Musikerin die Besitzerin des örtlichen Diner war, die plötzlich ein Saxophon aus dem Schrank zog. Das Center hat einen kleinen Parkplatz hinter dem Gebäude – meistens leer, außer wenn das jährliche Dorffest stattfindet, dann wird es zum Schlachtfeld der Parkplätze.
Ein wenig Nostalgie gibt es noch im verlassenen Anchor School-Gebäude, das seit den 1970er Jahren leer steht. Die verblassten Wandmalereien im Flur erzählen Geschichten von Generationen, die hier gelernt haben, wie man Mathe löst und gleichzeitig das Gras am Spielfeldrand pflegt. Ich habe dort einmal ein verlassenes Klassenzimmer betreten und ein altes, staubiges Lehrbuch gefunden – ein echter Schatz für jeden, der das Flair vergangener Schulzeiten liebt. Das Gebäude ist von einem kleinen Parkplatz umgeben, der meistens ungenutzt bleibt, sodass du dich ungestört umsehen kannst.
Zu guter Letzt darf ich nicht die Anchor Fire Department vergessen, die in einem charmanten roten Backsteinhaus untergebracht ist. Die Feuerwehrleute hier sind echte Charaktere, und ich habe einmal einen Tag mit ihnen verbracht, um zu sehen, wie sie das alte Schlauchsystem warten. Kein Witz, das war spannender als jede Reality‑Show, die ich je gesehen habe. Das Gebäude liegt an der Kreuzung, sodass das Parken praktisch direkt vor der Tür möglich ist – solange du nicht zur gleichen Zeit das wöchentliche Feuerwehrtreffen hast, dann wird es etwas eng.
All das zusammen macht die Anchor Sehenswürdigkeiten zu einem kleinen, aber feinen Mosaik aus Geschichte, Alltag und ein bisschen Eigenart, das ich jedem ans Herz legen würde, der Lust hat, das wahre Herz von Illinois zu entdecken.
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